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INGRIDS BLOG

Gefühle entscheiden über dein Handeln | 12.09.2019

Wenn du denkst, du triffst deine Entscheidungen mit dem Verstand, dann liegst du falsch. Nehmen wir das Beispiel Essen. Tagsüber klappt das mit dem gesunden Essen noch ganz gut, denn Essen bedeutet erstmal Nahrungsaufnahme und Sättigung. Abends, wenn du auf der Couch sitzt, sieht die Sache ganz anders aus, die Lust auf ungesundes steigt. Du gehst zum Kühlschrank und guckst, was du noch essen kannst. Dein Verstand sagt dir, iss noch eine Möhre oder Tomate, das ist gesund und kalorienarm. Um diese Uhrzeit willst du allerdings gar nichts „gesundes“ mehr, denn es geht eher um die Belohnung nach einem anstrengenden Tag oder vielleicht auch die Befriedigung der Langeweile. Und ehe du dich versehen hast, steckt schon eine große Rippe Schokolade in deinem Mund.

Deine Gefühle stehen im kompletten Gegensatz zu deinem Verstand. Du kannst dir noch so oft sagen, Schokolade geht nur auf die Hüften, aber wenn du dann dieses Stück Schokolade in deinem Mund zergehen lässt, dann fühlst du dich in diesem Moment einfach gut. Der Verstand setzt allerdings postwendend ein mit Selbstverurteilungen wie „Wie konntest du das nur machen? oder „Du bist schon wieder schwach geworden und viel zu fett!“

Ich denke, jeder von uns kennt diese Situationen und sie passieren nicht nur beim Thema essen, sondern auch beim Rauchen, oder, wenn wir die Steuererklärung machen sollten und stattdessen lieber unsere Lieblingsserie im Fernsehen gucken und denken, morgen ist auch noch ein Tag. Unser Verstand kann noch so rationale Argumente bringen, entscheiden tun wir letztendlich mit dem Gefühl. Hier bietet sich die aufdeckende Hypnose an, um das Gefühl hinter dem Verhalten zu erkennen, aufzudecken und zu lösen.

Ingrid Kutscheid  

 

Basisch vegan | 15.09.2019

Bei der Vorbereitung meiner Basenfasten-Woche kam mir der Gedanke: Eine basische Ernährung ist vegan, denn es wird in der Woche auf alle säurebildende Lebensmittel verzichtet. Säurebildend bedeutet, dass ein Stoff in einer wässrigen Lösung sauer reagiert. Der pH-Wert liegt dann zwischen 0 und 6,9. Dazu zählen alle tierischen Produkte, Getreide, Hülsenfrüchte, einige Gemüse- und verschiedene Nusssorten. Übrig bleiben dann alle Obst- und Gemüsesorten (bis auf die Ausnahmen Artischocke, Rosenkohl und Spargel), Salate, Nüsse (Mandeln, Macadamianüsse, Paranüsse, Zedernnüsse, Pistazien und frische Walnüsse) und Samen, kaltgepresste Öle. Alle diese basischen Lebensmittel verwende ich auch in der veganen Küche.

Aber ist vegan auch gleich basisch? Vegan sind alle Nahrungsmittel, die nicht vom Tier stammen. Dazu zählen alle Obst und Gemüsesorten, Getreide (auch Seitan), Hülsenfrüchte (auch Soja und Tofu), Nüsse und Samen sowie pflanzliche Öle. Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte sind zwar Säurebildner, aber sie gehören zu den „guten“ Säurebildnern, die den Körper nicht so stark belasten. Allerdings boomt gerade der Markt für veganes Convenience Food, was nicht bedeutet, dass es auch gesund ist, geschweige denn basisch.

Wer sich also überwiegend regional und saisonal ernährt und weitgehend auf Fertigprodukte verzichtet, der bewegt sich als Veganer in einem ausgewogenen Verhältnis von Säuren zu Basen. Fertigprodukte sollten die Ausnahme sein.

Ingrid Kutscheid  

 

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Ingrid Kutscheid